Die Welt

Jüdisches Museum Dorsten zeigt Werke des Malers Kharchenko

Dorsten (dpa/lnw) – Unter dem Titel «Wege des Unsichtbaren» zeigt das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten Bilder des Künstlers Yury Kharchenko. In mehreren Werken hat sich der 29-Jährige mit jüdischen Wurzeln etwa mit der «Todesfuge» des Dichters Paul Celan (1920-1970) befasst. In dem Gedicht geht es um den Holocaust. «Viele Bilder deuten auf die Todesfuge, thematisieren Hoffnung, ironisieren Hoffnung oder ermutigen zur Hoffnung», sagte Kharchenko der Deutschen Presse-Agentur.

In der Ausstellung lässt der Künstler seine Bilder in Beziehung treten zu Ritualgegenständen wie Thorarollen oder siebenarmigen Leuchtern. Zu sehen sind insgesamt 87 Bilder. Die Ausstellung wurde vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und ist noch bis zum 21. August zu sehen.

Kharchenko wurde 1986 in Moskau geboren und wuchs in Dortmund auf. Nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf lebt und arbeitet er mittlerweile vor allem in Berlin.

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Vor Kurzem wurde im Jüdischen Museum Westfalen meine Ausstellung »Wege des Unsichtbaren« eröffnet. Der Titel ist klar und bringt eine gewisse Einfachheit mit sich, die für mich in Ordnung ist. Gleichzeitig beinhaltet er allerdings auch eine Kryptik, die meine Arbeit auszeichnet. Die Bilder, die ich zeige, stammen aus unterschiedlichen Serien, die aber alle einen bestimmten verhüllenden Hintergrund haben.

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A 1950s harlequin lamp by M. SaintMarceaux stands next to a beer-can sculpture by Sarah Lucas. The paintings are by Sergej Jensen, Yury Kharchenko and David Ostrowski; the rug is by the artist Rudolf Stingel. Continue reading “”

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Yury Kharchenko – „Houses“

23.06.2012 – 18.07.2012

Kharchenkos Malerei widmet sich dem Thema des schwer Greifbaren, auf der Suche nach Ausdrucksformen und Techniken, die das Rätselhafte und Mystische visuell einzufangen versuchen. Philosophisches, Historisches und Spirituelles verdichten sich in seiner Arbeit zum Kernthema „Transzendenz“. Den Künstler beschäftigen Fragen wie: Was ist uns bewusst, was unbewusst, was glauben wir zu sehen und wo trügt der Schein? Was lässt sich erahnen, was bleibt verborgen? Er zeigt Welten zwischen Bewusstsein und Traum, zwischen Erleben, Erahnen und möglicher Täuschung.   

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dertagesspiegelDer Tagesspiegel Wildwuchs in Farbe

 18.05.2013

Von Michael Nungesser

Die Kunsthalle Frisch verabschiedet sich mit Malerei von Yury Kharchenko.

Ganz aus Farbe entwickeln sich die Ölgemälde des jungen russischen, in Berlin lebenden Malers Yury Kharchenko und entführen in magische Welten. Aufgetragen nicht nur mit dem Pinsel in oft zeichenhafter Gestik, sondern auch durch Schütten und Farbfluss entstehen dynamisch-atmosphärische Bildräume aus lodernden, sich überlagernden Strukturen. Im Wesenskern abstrakt, schälen sich auf den Bildern bei näherem Schauen vor allem zwei Motive heraus.

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Die geplante Schau „Luther und die Avantgarde” ist nach Ansicht des in Berlin lebenden Malers Yury Kharchenko eine Chance, das Leben des Theologen auch kritisch zu hinterfragen – insbesondere sein Verhältnis zum Judentum.

„In meinem Beitrag zur Ausstellung setze ich mich mit der Nähe von Teilen der Kirche zum Nationalsozialismus auseinander”, sagte Kharchenko der dpa. Er wurde 1986 in Moskau geboren und lebt in Berlin, hat Vorfahren mit jüdischen Wurzeln und ist der jüngste der rund 60 Künstler, die an der Schau mitwirken.

An der Exposition, die zum Reformationsjubiläum 2017 an insgesamt drei Orten in Deutschland zu sehen ist, wirken unter anderem auch der Menschenrechtler Ai Weiei, der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz und Ólafur Elíasson, Experimental- und Naturkünstler mit isländischen Wurzeln, mit. Zentraler Ausstellungsort ist das frühere Gefängnis der Stadt Wittenberg.

Luther (1483-1546) hatte nach Erkenntnissen von Historikern vor allem zum Ende seines Lebens hin antijüdische Schriften verfasst. Nach Ansicht Malers Kharchenko nutzten die Nazis Luthers antijüdische Schriften für ihre Propaganda aus.

Luther wurde am 10. November 1483 geboren. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im nationalsozialistischen Deutschland Synagogen sowie Wohnungen und Geschäfte von Juden angezündet und zerstört. Die Pogromnacht steht für den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden durch die NS-Diktatur.

„Luthers Verhältnis zu den Juden war seine persönliche Haltung, weil er sie nicht zu seinem Glauben bekehren konnte. Man kann nicht das, was die Nazis mit den Juden gemacht haben, eins zu eins mit Luther in Verbindung setzen”, sagte Kharchenko. Dies bedürfe einer umfassenden Auseinandersetzung, etwa mit Mitteln der Kunst.

Die Ausstellung „Luther und die Avantgarde” ist vom 19. Mai bis zum 17. September zu sehen – zeitgleich in Wittenberg sowie in der Berliner St. Matthäus-Kirche und in der Karlskirche in Kassel.

Veranstalter des Projekts ist die Stiftung Kunst und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verein Reformationsjubiläum 2017. Die Ausstellung werde durch die Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ermöglicht, hieß es.

Kharchenko wuchs in Dortmund auf. Nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf lebt und arbeitet er mittlerweile vor allem in Berlin. 2016 stellte er unter anderem unter dem Titel „Wege des Unsichtbaren” im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten seine Bilder aus.

Berliner Zeitung BZ

Maler Kharchenko: Luther-Schau ist Chance für kritische Debatte

Die geplante Schau „Luther und die Avantgarde” ist nach Ansicht des in Berlin lebenden Malers Yury Kharchenko eine Chance, das Leben des Theologen auch kritisch zu hinterfragen – insbesondere sein Verhältnis zum Judentum.

„In meinem Beitrag zur Ausstellung setze ich mich mit der Nähe von Teilen der Kirche zum Nationalsozialismus auseinander”, sagte Kharchenko der dpa. Er wurde 1986 in Moskau geboren und lebt in Berlin, hat Vorfahren mit jüdischen Wurzeln und ist der jüngste der rund 60 Künstler, die an der Schau mitwirken.

An der Exposition, die zum Reformationsjubiläum 2017 an insgesamt drei Orten in Deutschland zu sehen ist, wirken unter anderem auch der Menschenrechtler Ai Weiei, der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz und Ólafur Elíasson, Experimental- und Naturkünstler mit isländischen Wurzeln, mit. Zentraler Ausstellungsort ist das frühere Gefängnis der Stadt Wittenberg.

Luther (1483-1546) hatte nach Erkenntnissen von Historikern vor allem zum Ende seines Lebens hin antijüdische Schriften verfasst. Nach Ansicht Malers Kharchenko nutzten die Nazis Luthers antijüdische Schriften für ihre Propaganda aus.

Luther wurde am 10. November 1483 geboren. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im nationalsozialistischen Deutschland Synagogen sowie Wohnungen und Geschäfte von Juden angezündet und zerstört. Die Pogromnacht steht für den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung von Millionen von Juden durch die NS-Diktatur.

„Luthers Verhältnis zu den Juden war seine persönliche Haltung, weil er sie nicht zu seinem Glauben bekehren konnte. Man kann nicht das, was die Nazis mit den Juden gemacht haben, eins zu eins mit Luther in Verbindung setzen”, sagte Kharchenko. Dies bedürfe einer umfassenden Auseinandersetzung, etwa mit Mitteln der Kunst.

Die Ausstellung „Luther und die Avantgarde” ist vom 19. Mai bis zum 17. September zu sehen – zeitgleich in Wittenberg sowie in der Berliner St. Matthäus-Kirche und in der Karlskirche in Kassel.

Veranstalter des Projekts ist die Stiftung Kunst und Kultur in Zusammenarbeit mit dem Verein Reformationsjubiläum 2017. Die Ausstellung werde durch die Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ermöglicht, hieß es.

Kharchenko wuchs in Dortmund auf. Nach seinem Studium an der Kunstakademie in Düsseldorf lebt und arbeitet er mittlerweile vor allem in Berlin. 2016 stellte er unter anderem unter dem Titel „Wege des Unsichtbaren” im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten seine Bilder aus.